Das Beispiel: Erfolg in Eisenhüttenstadt

Wie Innendämmung mit der Klimaplatte im großen Stil funktioniert, zeigt die Sanierung eines neoklassizistischen Wohnquartiers in Eisenhüttenstadt.

13.500 Wohneinheiten, eine Fläche von ca. 50.000 Quadratmetern – nicht nur ein Projekt mit riesigem Sanierungsbedarf, sondern auch das größte Flächendenkmal in Deutschland. Schon zu DDR-Zeiten waren die neoklassizistischen Bauten denkmalgeschützt, nicht geschützt hingegen vor Verfall und massiven Schäden an der wertvollen Bausubstanz. Die dringend notwendigen Rettungsmaßnahmen wurden im Zuge eines ganzheitlichen Konzepts verwirklicht. Wichtigste Zielvorgaben waren eine sorgsame restaurative Behandlung, eine erhöhte Wohnqualität sowie eine Senkung der Betriebskosten. Neben ökologisch und ökonomisch sinnvollen Maßnahmen wie neuer Haustechnik, modernen Gasheizungen und Holzfenstern mit Isolierverglasung trägt vor allem die Klimaplatte zu einem wesentlich besseren energetischen Verhalten bei. Da eine Veränderung der Fassaden weder gewünscht noch erlaubt war, entschieden sich die Verantwortlichen für diesen Weg der Innendämmung. Ein Vorgehen, das auch von Experten der Brandenburgischen Technischen Universität Cot tbus befürwortet wurde.

Prinzipiell erfolgte die Dämmung an den Außenwänden rund um jede Wohnung. Je nach den Gegebenheiten des jeweiligen Wohngebäudes wurde die unterste Geschossdecke (von der Kellerseite aus) oder die oberste Geschossdecke (von der Wohnung aus) gedämmt; außerdem die Wände der Treppenhäuser, die in Richtung der Wohnung liegen. Auf diese Weise konnte vermieden werden, dass der Einbau von Wärmeschutzverglasung und neuem Heizungssystem zu Oberflächenkondensation auf Wand- oder Deckenflächen und damit zu erneuter Schimmelpilzgefahr führt. Die Resultate überzeugen: Nach zwei Heizperioden in bereits bezogenen Wohnungseinheiten konnten sowohl im Bezug auf das Raumklima als auch auf den Heizkostenverbrauch hervorragende Ergebnisse festgestellt werden.